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Diamant

4 Byte entfernt, 09:31, 30. Jul. 2011
*Für Informationen zu den einzelnen Modellen Siehe [[Modelle Diamant]]
*Zur Baujahrbestimmung von Diamant-Fahrrädern siehe [[Datierung Diamant Fahrräder]]
 
==Diamant-Werke, vorm. Gebrüder Nevoigt AG==
Am 1.Januar 1885 wurde Friedrich Nevoigt und sein Bruder als "Gebrüder Nevoigt Reichenbrand/Chemnitz" in das Handelsregister der Stadt Chemnitz eingetragen. In diesen Jahr wurde die Fabrikation auch um das Produkt Schreibfedern erweitert.
 
Ende 1885 begann man mit der versuchsweisen Herstellung von Fahrrädern. Man legte zwar anfangs wenig Augenmerk auf diese Sparte, aber mit steigender Beliebtheit des Velocipeds änderte sich dies und man beschloss, mit der Serienproduktion zu beginnen.
 
Dafür brauchte man mehr Platz, so daß man in das neu gebaute Gebäude an der heutigen Nevoigtstraße zog, daß vom alten Werk den Nordflügel ausmacht.
Das erste Rad aus dem neuen Gebäude 1895 erhielt den "funkelnden" und "leuchtenden" Namen "Diamant", wobei alle Teile außer Reifen und Sattel Eigenproduktion waren.
 
Später wurde das Sortiment erneut erweitert. Man nahm Flachstrickmaschinen ins Programm.1907 wurde weitergebaut und die Firma in eine Aktiengesellschaft, die "Gebrüder Nevoigt AG Reichenbrand/Chemnitz" umgewandelt. Wegen steigender Produktion von Fahrrädern wurde 1912 vom Aufsichtsrat beschlossen, das Unternehmen erneut umzufirmieren. Ab sofort hieß man "Diamant Werke Gebrüder Nevoigt AG".
Währen des ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 konnte man die Fahrradproduktion stabil halten, jedoch schränkte man die restliche Produktpalette zugunsten von Rüstungsgütern ein.
 
1916 arbeiteten etwa 1.000 Mitarbeiter im Unternehmen. 1920 erfolgte der Zusammenschluß mit der Autofabrik "Elite AG" aus Brand-Erbisdorf. Es entstand die "Elite Diamant AG"
<br/>6.Juni "Nürnberg - München" 280 km Bruno Wolke
<br/>19.Juni "München - Stuttgart" 270 km Erich Rösch
 
Im Zuge der Erfolge entstehen in Halle, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Magdeburg, Münster, München, Nürnberg, Stendal und Wiesbaden Diamant-Vereine.
1928 verlor Diamant seine Selbstständigkeit und wurde von Opel (die bereits zu General Motors aus den USA gehörten) in der Aktienmehrheit übernommen. Nach einen Vergleichsverfahren ging 1930 die neue "Elite Diamant AG Siegmar/Sachsen" hervor.
 
1931 entwickelte Diamant ein Produkt, das technisch noch nach 80 Jahren auf aktuellem Stand ist: Die Doppelrollenkette. Sie treibt bis heute fast jedes Fahrrad auf der Welt an.
 
1934 kam der bekannte 'Gesundheitslenker' dazu. Er sorgte für aufrechtes und entspanntes Fahren und wurde noch bis in die 70er Jahre produziert. Auch die Lieferfahrräder mit den großen, überbreiten Gepäckladen vorn und hinten waren ein Diamant-Patent und früher nicht aus dem Verkehrsbild wegzudenken.
Weiterhin wurde zwischen 1926 und 1943 eine Produktion von Leichtmotorrädern von 98 cm³ bis 100 cm³ betrieben, sowie Motorräder mit 350 cm³ und 500 cm³ hergestellt.
 
==VEB Fahrradwerke Elite Diamant==
In den 50er Jahren produzierte man bis zu 300.000 Fahrrädern im Jahr. Schon damals wurden weitere Innovationen eingeführt. So war man einer der Ersten, die Leichtmetall für einzelne Komponenten einsetzten. Auch kam das erste Leichtmetallfahrrad für den Bahnradsport von Diamant.
Nach der Wende am 1.Januar 1992 erfolgte die Privatisierung der Erzeugnislinie Fahrrad. Erst beteiligte sich die Schweizer Villiger-Gruppe an der neuen DIAMANT Fahrradwerke AG, die dann 1997 zu 100% übernommen wurde.  1993 wird wurde der Radclub Diamant neu gegründet.
Am 29. November 1997 zog die neue Firma in ein neues Gebäude nach Hartmannsdorf in Chemnitzer Nähe. Pikanterweise wurde das Gebäude für die in Konkurs gegangene Strickmaschinen-Linie des alten Konzerns Elite Diamant errichtet.
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